Microsoft 365 Copilot 30 Tage kostenlos testen: was KMU jetzt wissen sollten
Microsoft macht es kleinen und mittleren Unternehmen ab sofort leichter, seinen KI-Assistenten Copilot unverbindlich auszuprobieren. Wer ein Microsoft-365-Business-Abo hat und weniger als 300 Mitarbeitende beschäftigt, kann Copilot jetzt 30 Tage lang kostenlos testen, ganz ohne den vollen Jahrespreis vorab zu zahlen. Was hinter dem Angebot steckt und worauf du achten solltest, bevor du dich für oder gegen einen bezahlten Wechsel entscheidest.
Was ist passiert
Microsoft hat laut den offiziellen Partner-Center-Ankündigungen zwei Wege eröffnet, Microsoft 365 Copilot Business unverbindlich zu testen. Der erste, "Copilot in 30" genannt, startete am 1. August 2026 über Microsoft-Vertriebspartner (Cloud Solution Provider, kurz CSP): Unternehmen mit weniger als 300 Mitarbeitenden bekommen darüber einen 30-tägigen Test für bis zu 25 Nutzer, begleitet von Einrichtungshilfen des Partners. Unabhängig berichtet unter anderem Channel Dive.
Parallel dazu rollt Microsoft seit Juli 2026 einen zweiten, direkteren Weg aus: einen Self-Service-Test für Organisationen mit bis zu 300 Nutzern, den einzelne Mitarbeitende ganz ohne Partner direkt aus Copilot Chat heraus starten können, ohne Kreditkarte oder Zahlungsdaten anzugeben. Voraussetzung ist in beiden Fällen ein bestehendes, berechtigendes Microsoft-365-Business-Abo (Business Basic, Standard oder Premium).
Nach Ablauf der 30 Tage endet der Test automatisch, eine Verlängerung ist nicht vorgesehen. Wer weiter mit Copilot arbeiten will, braucht danach eine bezahlte Lizenz. Laut offizieller deutscher Preisseite von Microsoft kostet das Copilot-Business-Add-on aktuell 15,60 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, ein Aktionspreis, der bis zum 30. September 2026 befristet ist. Danach greift der reguläre Preis von 18,20 Euro.
Was das für dich als Unternehmen bedeutet
Für ein KMU ist das eine seltene Gelegenheit, ein KI-Werkzeug im echten Arbeitsalltag zu prüfen, bevor Geld fließt: in Outlook, Excel, Teams, mit den eigenen Dokumenten und E-Mails, nicht in einer Demo-Umgebung. Genau diese praktische Erfahrung entscheidet meistens, ob ein KI-Tool im Alltag wirklich hilft oder nur eine weitere Zeile auf der Software-Rechnung wird.
Wichtig ist der Unterschied zur kostenlosen Copilot-Chat-Basisversion, die Microsoft-365-Kunden ohnehin ohne Aufpreis zur Verfügung steht: Der 30-Tage-Test schaltet die volle Premium-Version frei, inklusive Zugriff auf eigene E-Mails, Dokumente und Kalender, also genau die Funktionen, die den Unterschied zwischen einem generischen Chatbot und einem Assistenten machen, der den eigenen Betrieb kennt.
Was du jetzt tun (oder lassen) solltest
Tun:
- Prüf die Eignung deines Abos. Der Test setzt ein bestehendes Microsoft-365-Business-Abo voraus (Basic, Standard oder Premium) und gilt nur für Organisationen unter 300 Mitarbeitenden.
- Leg vorher fest, was du testen willst. 30 Tage sind schnell vorbei. Wer vorab zwei, drei konkrete Aufgaben festlegt, etwa Angebote vorformulieren oder Meeting-Notizen automatisch zusammenfassen, bekommt ein ehrlicheres Bild als beim planlosen Ausprobieren.
- Kläre die Aktivierung mit deiner IT oder deinem Admin. Die Selbst-Test-Option ist standardmäßig aktiv, kann aber im Microsoft-365-Admin-Center deaktiviert werden. Wer den Test zentral steuern will, sollte das vorher klären.
- Behalte das Enddatum 30. September 2026 im Blick. Nur bis dahin gilt der Aktionspreis von 15,60 Euro pro Nutzer und Monat, danach 18,20 Euro.
Lassen:
- Kauf keine Lizenzen für das ganze Team auf Verdacht. Der Test ist auf 25 beziehungsweise bis zu 300 Nutzer begrenzt, je nach Weg. Erst nach echter Erfahrung im eigenen Betrieb entscheidet sich, wie viele Lizenzen wirklich gebraucht werden.
- Verlass dich nicht auf eine automatische Verlängerung. Der Test endet nach 30 Tagen fest, ohne Kündigung läuft danach nichts automatisch weiter, eine bewusste Kaufentscheidung ist nötig.
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Häufige Fragen
Kostet der Test wirklich nichts? Der Self-Service-Weg verlangt laut Microsoft keine Zahlungsdaten. Beim CSP-Partner-Weg "Copilot in 30" lohnt sich eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Partner, ob und wie die Zahlungsdaten gehandhabt werden.
Was passiert mit meinen Daten während des Tests? Copilot greift laut Microsoft während des Tests auf dieselben Unternehmensdaten zu wie später im bezahlten Betrieb, also E-Mails, Dokumente und Kalender im eigenen Microsoft-365-Tenant. Wer sensible Daten hat, sollte vor dem Start prüfen, welche Berechtigungen und Zugriffsregeln im eigenen Tenant bereits gelten.
Gilt das Angebot auch für Einzelunternehmer? Ja, solange ein berechtigendes Microsoft-365-Business-Abo besteht und die Organisation unter der Grenze von 300 Mitarbeitenden liegt.
Die Einschätzung kommt nicht vom Schreibtisch, sondern von jemandem, der Server- und Software-Infrastruktur für ein eigenes Unternehmen selbst aufgebaut hat. Wie das aussah, steht anonymisiert in der Case Study und der Geschichte dahinter. Dieser Artikel ist eine Orientierung, keine Kaufberatung.
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