Shopify-Shop erstellen lassen: was es wirklich kostet
Du willst nicht selbst basteln. Du willst, dass jemand, der es kann, dir einen Shop hinstellt - und du dich wieder um dein Produkt kümmerst. Der Instinkt ist goldrichtig. Was dir dabei im Nacken sitzt, ist die Preisfrage: Ein Freelancer nennt 1.500 €, die Agentur 8.000 €, und irgendwo im Kleingedruckten steht „zzgl. laufender Kosten". Was heißt das am Ende im Monat? Und wofür genau zahlst du eigentlich?
Dieser Artikel rechnet ehrlich durch, was es kostet, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen - nicht als eine Werbezahl, sondern in den drei Schichten, in denen die Kosten wirklich anfallen. Und am Ende steht die Frage, die im Angebot deines Dienstleisters nicht auftaucht: Was gehört dir eigentlich, wenn alles bezahlt ist?
Schicht 1: Was die Einrichtung durch einen Dienstleister kostet
Das ist die Zahl, nach der du suchst - und die einzige, die die meisten Angebote nennen. Die Spannen unten sind Branchenschätzungen aus Freelancer- und Agentur-Portalen (keine verbandsgeprüfte Studie), aber sie bilden den realen Markt gut ab:
- Freelancer, Stundensatz: im Schnitt rund 75 €, die Spanne reicht von 45 € bis über 120 € pro Stunde.
- Freelancer, ganzes Shop-Setup als Projekt: grob 1.500-3.000 €.
- Agentur, Basis-Setup: rund 3.000-7.000 €.
- Shopify-Projekt gesamt, je nach Anspruch: ein Standard-Shop 2.000-5.000 €, ein individuell gebauter 5.000-15.000 €.
Was den Unterschied macht: Theme-Anpassung, Datenimport, individuelle Funktionen, Anzahl der Produkte. Ein ehrlicher Dienstleister sagt dir vorher, was in der Zahl steckt - und was nicht. Die drei Prüffragen, die du vor jeder Beauftragung stellen solltest: Bekomme ich alle Zugänge? Ist alles dokumentiert? Und was kostet die kleine Änderung in einem halben Jahr - oder muss ich dann wieder anrufen?
Denn diese Einrichtungs-Summe ist einmalig. Der eigentliche Kostenblock kommt danach.
Schicht 2: Die laufenden Kosten - Monat für Monat, solange der Shop lebt
Ein erstellter Shopify-Shop ist ein gemieteter Shop. Der Dienstleister baut ihn - betrieben wird er auf Shopifys Infrastruktur, und dafür läuft die Rechnung weiter, unabhängig davon, wer ihn aufgesetzt hat. Vier Posten:
1. Der Shopify-Plan. Bei monatlicher Zahlung: Basic 36 €, Grow 105 €, Advanced 384 € pro Monat. Wächst dein Anspruch, wächst der Plan.
2. Apps. Das, was den Shop erst kann, was du erwartest - Reviews, Upsells, eine Versand-Leiste - kommt bei Shopify meist über kostenpflichtige Apps dazu. Rechenbeispiel aus dem App Store: ein Reviews-Tool (Loox Convert) für 49,99 $, ein Upsell-Tool (ReConvert Premium) für 7,99 $, eine Ankündigungs-Leiste (Hextom Premium) für 9,99 $ - zusammen knapp 68 $ im Monat. Apps rechnen in US-Dollar ab, der Plan in Euro; beides steht nebeneinander auf deiner Kostenaufstellung.
3. E-Mail-Marketing. Newsletter und Nachfass-Mails laufen bei Shopify in der Regel über ein externes Tool. Mailchimp startet je nach Stufe bei rund 11-18 € im Monat und steigt mit deiner Kontaktzahl; Klaviyo liegt bei 10.000 Kontakten bereits bei 150 $ im Monat. Auch hier: Je größer deine Liste, desto höher die Rechnung.
4. Gebühren pro Verkauf. Der Posten, der am leichtesten übersehen wird - weil er nicht als Rechnung kommt, sondern von jedem Verkauf abgezogen wird. Mit Shopify Payments zahlst du im Basic-Plan 2,1 % + 0,30 € pro Online-Transaktion. Ein Rechenbeispiel: Bei 5.000 € Monatsumsatz über 100 Bestellungen sind das rund 135 € allein an Kartengebühr - jeden Monat. Nutzt du einen fremden Zahlungsanbieter statt Shopify Payments, kommt im Basic-Plan noch einmal 2 % Transaktionsgebühr obendrauf.
Zusammengezählt bewegt sich ein normal ausgestatteter Shopify-Shop schnell im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat - Plan plus Apps plus E-Mail plus die Prozente von jedem Verkauf. Und der letzte Punkt ist der entscheidende: Je mehr du verkaufst, desto mehr verdient die Plattform an dir mit. Erfolg macht die Miete nicht günstiger, sondern teurer.
Schicht 3: Was dir trotz Bezahlung nicht gehört
Jetzt die Schicht, die in keinem Angebot steht. Du hast die Einrichtung bezahlt und zahlst die Miete - und trotzdem gehört dir das System nicht.
Der Shop, den du erstellen lassen hast, steht auf Infrastruktur, die dir nicht gehört. Du kannst den Checkout nur so weit anpassen, wie die Plattform es erlaubt. Deine Kundendaten kommen nur in der Form heraus, in der die Plattform sie herausgibt - manche gar nicht. Erhöht die Plattform ihre Preise oder ändert ihre Bedingungen, trifft dich das ungefragt. Und wenn du eines Tages wechseln willst, nimmst du die Oberfläche nicht mit; du fängst technisch neu an.
Das ist keine Bosheit der Plattform - es ist ihre Philosophie. Shopify ist als Unternehmen darauf gebaut, an jedem Händler laufend mitzuverdienen. Genau deshalb ist „erstellen lassen" der richtige Instinkt und trotzdem die halbe Frage. Die ganze Frage lautet: erstellen lassen - und danach gehört es wem?

Die Alternative: einmal bauen lassen, dann besitzen
„Erstellen lassen" muss nicht „mieten" heißen. Es gibt den Weg, bei dem dir jemand den Shop genauso abnimmt - und ihn dir danach komplett übergibt, statt ihn dir zu vermieten.
Der Stack dahinter ist Open Source (WordPress + WooCommerce). Das dreht die Kostenlogik um:
- Keine Gebühr pro Verkauf an die Plattform. Verkäufe landen direkt auf deinem Konto - keine Plattform sitzt zwischen dir und deinem Umsatz.
- Keine Monats-Lizenz, die mit deiner Liste wächst. E-Mail-Automation und Workflows laufen auf deinem eigenen Server. Heißt für dich: 0 € Lizenz, egal wie groß deine Liste wird.
- Serverkosten ab 6,49 € im Monat (inkl. IPv4) (EU-Server, Hetzner) - statt eines Plans, der mit deinem Erfolg teurer wird.
- Code, Server und Daten gehören dir - ein für alle Mal. Alles dokumentiert, alle Zugänge bei dir, kein Lock-in - auch nicht an den, der es gebaut hat.
Bei ESD startet ein kompletter Onlineshop-Neubau bei 1.299 € einmalig - danach gehört alles dir. Rechne für deine Entscheidung nicht nur die Einrichtung, sondern die zwölf Monate danach: einmalige Investition plus ein paar Euro Serverkosten auf der einen Seite - Einrichtung plus Plan plus Apps plus E-Mail-Tool plus Gebühren pro Verkauf auf der anderen. Bei einem Shop, der wächst, kippt diese Rechnung fast immer Richtung Eigentum. Wenn du diesen Weg genauer ansehen willst, führt der ehrliche Überblick zum Onlineshop erstellen tiefer hinein.

Dass das trägt, ist keine Theorie: Ich habe genau diesen Stack über fünf Jahre im eigenen Hardware-Startup betrieben - 30 Produkte, ein Shop, der real verkauft hat. Die ganze Geschichte steht in der Case Study.
Wann sich Shopify erstellen lassen trotzdem lohnt - ehrlich
Der eigene Stack ist nicht für jeden der richtige Weg. Es gibt Fälle, in denen einen Shopify-Shop erstellen zu lassen die klügere Entscheidung ist:
- Du willst schnell etwas Kleines und dich um nichts kümmern. Wenn die Monatsgebühr für dich in Ordnung ist und du keinen Wert auf Eigentum legst, ist Shopify bequem - dafür ist es gebaut.
- Du testest gerade und verkaufst noch wenig. Solange die Verkäufe klein sind, fallen die Prozente kaum ins Gewicht, und der Umzugsaufwand lohnt sich noch nicht.
- Die verfügbaren Apps decken genau deinen Bedarf und du hast keine Pläne, die über das hinausgehen, was die Plattform erlaubt.
Erst wenn dein Shop stabil verkauft, die Prozente zur echten Summe werden und du an Grenzen stößt, die du nicht ändern darfst, dreht sich die Rechnung - und Eigentum schlägt Miete. Was der laufende Betrieb bei Shopify im Detail kostet - Pläne, Apps, Gebühren pro Verkauf -, rechnet der Schwester-Artikel Was kostet Shopify wirklich? komplett durch.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet es, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen?
Die Einrichtung durch einen Dienstleister liegt als Branchenschätzung grob zwischen 1.500-3.000 € (Freelancer) und 3.000-7.000 € (Agentur-Basis-Setup); individuell gebaute Shops reichen bis 15.000 €. Dazu kommen die laufenden Shopify-Kosten - die Einrichtungssumme ist nur die erste von drei Kosten-Schichten.
Was kostet ein Shopify-Shop im Monat?
Der Plan allein: 36 € (Basic), 105 € (Grow) oder 384 € (Advanced) bei monatlicher Zahlung. Realistisch kommen Apps (oft mehrere Dutzend Dollar), ein E-Mail-Tool (ab ~11 € bis 150 $+ je nach Listengröße) und die Gebühr pro Verkauf dazu - zusammen schnell ein niedriger dreistelliger Betrag pro Monat.
Zahle ich bei Shopify Gebühren pro Verkauf?
Ja. Mit Shopify Payments fällt eine Kartengebühr an (im Basic-Plan 2,1 % + 0,30 € pro Online-Transaktion). Nutzt du einen fremden Zahlungsanbieter, kommt zusätzlich eine Transaktionsgebühr obendrauf (Basic: 2 %). Diese Prozente steigen absolut mit deinem Umsatz.
Ist ein eigener Shop günstiger als Shopify erstellen lassen?
Über die reine Einrichtung nicht zwingend - der Unterschied liegt danach. Ein eigener, dir gehörender Shop hat keine Gebühr pro Verkauf und keine mit der Liste wachsende Lizenz; die Serverkosten liegen bei 6,49 € im Monat (inkl. IPv4). Bei einem wachsenden Shop rechnet sich der Umzug über die eingesparte Miete - der kostenlose Express-Audit rechnet dir deinen konkreten Fall durch.
Bevor du dich festlegst - lass es durchrechnen.
Der kostenlose Express-Audit schaut sich deine Ausgangslage an und sagt dir konkret, was sich für dich rechnet - auch wenn die Antwort ist, dass bei dir schon alles passt.
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